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Das letzte Schiff ist für einen Lotsen der Übergang zum Ruhestand und ein besonderer Tag. Dieser Tag ist sonnig und heiß in Hamburg.
Das Lotsenhaus auf dem Seemannshöft. Von hier starten die Lotsen zu den Schiffen, per Barkasse oder mit dem Auto.
Dietrich Petersen ist dienstältester Lotse der Hafenlotsenbrüderschaft Hamburg. Heute bekommt er sein letztes Schiff. Danach geht er in Pension, nach über 50 Jahren Seefahrt. Das ist der Platz des Wachleiters. Von hier werden die Einsätze der Hafenlotsen koordiniert.
Dietrich Petersen ist auch bekannt durch sein Schlepperballett, das er alljährlich zum Hafengeburtstag choreografiert.
Gut gelaunt warten wir auf unseren Job. Um 12 Uhr geht es mit dem Lotsenboot "Lotse 3" zum CTA Containerterminal Altenwerder. Dort an Bord der MOL Progress. Das Schiff ist ein Abgang, es verlässt also den Hafen.
Dietrich Petersen hat das Namensschild von seinem Fach schon entfernt.
Die Besatzung der Lotsenboote Lotse 3 und Lotse 2
Da kommt der Lotse zum letzten Einsatz
Mit dabei ist ein sehr nettes Team vom NDR, hier wird laut Plan am 7.7.2010 im Hamburg Journal ein 4 einhalb Minuten Beitrag über den großen Tag von Dietrich Petersen gebracht.
Los geht's Richtung CTA
Unser Lotsenboot "Lotse 3" ist ein Halbgleiter und schafft 22 Knoten, ca. 40 km/h.
Normalerweise dreht ein Kamerateam 8 Stunden an einem 4 Minutenbeitrag. Heute ist knapp 2 1/2 Stunden Zeit.
Herr Petersen ist bekannt und sehr geschätzt im Hamburger Hafen. Seine Art die Schiffe zu manövrieren ist, sagen wir "schwungvoll". Nicht nur einmal habe ich meine Schlepperfreunde gefragt "Du, warum ist denn an dem Schiff da nur ein Schlepper?" und die Antwort war "... da ist Petersen an Bord"
Interview vor der Schlepperbrücke
Thomas Homeyer ist Schiffsführer von "Lotse 3". 2x 450 PS verhelfen dem Boot zu ordentlich Speed.
Das Lotsenboot darf im Hafen schneller fahren als die vorgeschriebenen Max. 12 Knoten.
Hamburg und die Seefahrt steckt Petersen im Knochenmark. Er ist versiert, kernig, kurzweilig und richtig sympathisch!
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