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"Weiß über Rot, ein Lotsenboot"

 

 

 

Da kommt die Rio de Janeiro. Ein recht neues Containerschiff. 286m Länge

 

kurz vor Blankenese

 

Das Schiff hat verlangsamt um die Hafenlotsen aufzunehmen.

 

 

Der letzte Hafen war Tilbury in Essex/England

 

Davor war das Schiff in Südamerika. Deshalb heißt die Reederei ja auch Hamburg-Süd

 

Routine für die Lotsen, uns Malmitfahrer pochert das Herzchen: Es geht ans Übersteigen

 

Zwischen den Rümpfen der Schiffe baut sich eine wilde See auf

 

Festhalten und Hops. Hier ist der Einstieg leicht. Oft muss die schaukelnde Jakobsleiter hochgeklettert werden

 

Nun geht die Wanderung los, von der Lotsenluke hoch auf die Brücke.

 

Die Brücke ist über dem F-Deck. Wir starten unten im Keller.
8 "Etagen" sind hier zu erklimmen. Einen Aufzug gibt es auch. So gehts schneller.

 

Immer wieder toll, der Blick über Hamburg und den Hafen.
Wir haben die Schlepper Accurat als ersten Mann und den Michel als zweiten Mann bekommen.

 

Karlheinz Römer hat die nautische Situation unter Kontrolle

 

 

Falsch belichtet....

 

 

Der Lotse berät sich mit dem Kapitän und gibt dann die Kommandos für den Rudergänger und die Maschine.

 

 

Lotse Petersen

 

Es geht an den Athabaska Kai, das ist die Kaianlage am Elbstrom des Terminals Burchardkai der HHLA.
Man kann den Kai schon sehen, die Containerbrücken links vom Mast am Bug.

 

Wir haben noch 8 Knoten Fahrt. Die Schlepper haben schon fest gemeldet.

 

Vorn der 1. Offizier, rechts der Kapitän Herr Schmidt, alle ausserordentlich freundliche Menschen.

 

Der Athbaska Kai kommt näher. Der Michel bremst das Schiff ab.
Die Hauptmaschine geht langsam rückwärts und nimmt so mit Fahrt aus dem Schiff.
Wie sagte Herr Petersen noch: "Gas geben kann jeder, Fahrt verringern ist die Kunst" (frei wiedergegeben)

 

Wir haben auflaufendes Wasser. Die Strömung schiebt also das Schiff. Allerdings haben wir
Ostwind. Der weht von vorn auf das Schiff. Dadurch wird die Kraft der Strömung etwas neutralisiert. 

 

Wind hat enorme Auswirkungen auf so ein Schiff. Wenn man die Größe der Angriffsfläche bedenkt kann man verstehen,
dass der Lotse den Wind immer mit in die Manövertaktik einberechnen muss.

 

Vor dem Parkhafen drehen wir um 180°, damit wir mit dem Heck nach Osten zeigen.
Hier ist einer von 8 Wendekreisen im Hamburger Hafen.

 

 

Wir drehen über Steuerbord. Wichtig ist, dass die Strömung beim Drehen berücksichtigt wird.
Liegt das Schiff einmal falsch und wird von der Strömung und/oder Wind ungünstig ergriffen,
dann ensteht die Gefahr einer Havarie. Vorausschauen, Vorsicht und Routine sind bei den Manövern so wichtig.

 

Vorne holt die Accu den Bug rum. Unterstützung kommt vom Bugstrahlruder des Schiffs. 

 

 

 

 

Auf der Brückennock verfolgt Herr Römer die Drehung. Er steht immer in Funkverbindung mit den Schleppern.

 

Herr Petersen erläutert die elektronische Seekarte

 

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